Nein, aber häufiger als viele denken. Entscheidend sind Knochenqualität, Position im Kiefer und spezialisierte Techniken wie kurze Implantate oder abgewinkelte Implantate. Eine 3D-Diagnostik (DVT) zeigt uns, ob Ihre Knochensubstanz ausreicht.
Implantat ohne Knochenaufbau: Wann ist das möglich?
Sie überlegen, ob Implantate für Sie infrage kommen? Dann sind Sie vielleicht schon auf den Begriff „Knochenaufbau“ gestoßen. In vielen Fällen können wir heute ohne Knochenaufbau arbeiten. Und falls er nötig ist: Oft lässt er sich direkt mit der Implantation verbinden.
In diesem Ratgeber erfahren Sie:
- Wann Ihr Knochen für ein Implantat ausreicht
- Welche Techniken einen Knochenaufbau vermeiden
- Warum ein Knochenaufbau manchmal die bessere Wahl ist
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Implantaten ohne Knochenaufbau
Geht ein Implantat immer ohne Knochenaufbau?
Ist ein Knochenaufbau wirklich so kompliziert?
Nein. Wir arbeiten mit körpereigenen Materialien oder biologischen Ersatzstoffen, die Ihr Organismus gut annimmt. Die Heilung dauert einige Monate und verläuft in den aller meisten Fällen problemlos.
Wie lange hält ein Implantat ohne Knochenaufbau?
Genauso lange wie eines mit Knochenaufbau – vorausgesetzt, die Basis stimmt. Die Langzeitstabilität hängt von Ihrer Knochenqualität, Mundhygiene und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Entscheidend ist die richtige Planung.
Was kostet ein Implantat ohne Knochenaufbau?
Die Preise richten sich nach Art des Implantates, Material (Keramik oder Titan) und individuellem Aufwand. Ohne zusätzlichen Knochenaufbau sparen Sie den Aufwand für diesen Eingriff – allerdings nur, wenn es medizinisch vertretbar ist.
„Mit der 3D-Diagnostik sehen wir exakt, wie viel Knochen vorhanden ist. Häufig reicht die vorhandene Substanz aus, vor allem mit spezialisierten Implantattechniken. Wenn ein Knochenaufbau doch sinnvoll ist, erkläre ich genau warum. denn Transparenz und biologische Verträglichkeit stehen bei uns im Mittelpunkt.“
– Dr. Christian Schubert, Implantologe und Spezialist für biologische Zahnmedizin
Wann reicht Ihr Knochen für ein Implantat aus?
Ihr Zahnarzt stellt fest: Sie brauchen Zahnersatz. Vielleicht fehlt schon länger ein Zahn, vielleicht muss ein stark geschädigter Zahn entfernt werden. Jetzt stellt sich die Frage: Trägt Ihr Kiefer ein Implantat?
Der Kieferknochen baut sich nach einem Zahnverlust ab. Das ist ein natürlicher Prozess, weil der Kaudruck fehlt, den die Zahnwurzel normalerweise auf den Knochen überträgt. Ohne diese Belastung bildet er sich zurück – ähnlich wie ein Muskel, den Sie nicht mehr trainieren.
Wie stark, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Wie lange fehlt der Zahn bereits?
- Gab es eine Entzündung im Kieferbereich?
- Wie ist Ihre Knochenstruktur generell beschaffen?
Diese Fragen klären wir mit einer gründlichen Diagnostik. Je nach Ergebnis gibt es verschiedene Optionen, Implantate zu setzen.
Spezialisierte Implantatsysteme
Je nach Ihrer individuellen Knochensituation gibt es heute verschiedene Implantatsysteme: Manche brauchen weniger Knochenhöhe, andere umgehen kritische Bereiche wie die Kieferhöhle im Oberkiefer. Mit der richtigen Wahl nutzen wir Ihren vorhandenen Knochen optimal und oft ohne vorherigen Aufbau.
Sofortimplantate direkt nach der Zahnentfernung
Müssen wir einen Zahn entfernen, können wir bei passender Ausgangssituation im selben Termin ein Sofortimplantat einsetzen. Die Implantation in das frische Zahnfach stimuliert den Knochen zusätzlich und fördert das natürliche Knochenwachstum.
Voraussetzungen für ein Sofortimplantat:
- Weitestgehend entzündungsfreies Zahnfach
- Ausreichende Knochenqualität und -menge
- Keine akute Infektion im Kieferbereich
- Stabile Primärstabilität beim Einsetzen möglich
Ob ein Sofortimplantat in Ihrem Fall infrage kommt, klären wir im persönlichen Gespräch.
Titan oder Keramik – was passt zu Ihnen?
Unabhängig davon, ob Sie einen Knochenaufbau brauchen oder nicht: Sie können zwischen Titan- und Keramikimplantaten wählen. Keramik ist metallfrei, gewebefreundlich und besonders für Allergiker geeignet. Titan ist weltweit am besten erprobt und in Studien optimal dokumentiert. Welches Material für Sie das richtige ist, besprechen wir gemeinsam.
Hier finden Sie mehr Informationen:
Wann ein Knochenaufbau doch sinnvoll ist
Ein Implantat ohne Knochenaufbau ist nicht immer möglich. Manchmal ist ein Knochenaufbau die einzige Lösung, damit Sie langfristig Freude an Ihrem Zahnersatz haben.
In diesen Fällen raten wir zu einem Knochenaufbau:
- Zu wenig Knochen in Höhe oder Breite
Implantate brauchen Stabilität. Fehlt Ihrem Knochen die nötige Breite oder Höhe, kann das Implantat nicht sicher einheilen. Ein Knochenaufbau schafft die Basis und schützt vor einem vorzeitigen Verlust des Implantats. - Schlechte Knochenqualität
Nicht nur die Menge zählt, auch die Qualität. Weicher, poröser Knochen, z.B. nach Zahnentfernung, hält Implantate schlechter. Hier verbessert ein Knochenaufbau die Struktur und senkt das Risiko für Implantatverlust.Gleichzeitig hat die allgemeine Gesundheit wesentlichen Einfluss auf die Knochenqualität, gerade bei Frauen ab 50. Lebensjahr und gerade im Oberkiefer.
- Nach Parodontitis oder Entzündungen
Hat eine Parodontitis bereits Knochen abgebaut, ist die Struktur oft geschwächt. Ein Knochenaufbau stellt die Stabilität wieder her – für ein sicheres Fundament.
Der Knochenaufbau ist schonender als Sie denken:
Wir arbeiten mit körpereigenen Materialien oder biologischen Knochenersatzstoffen. Die Heilung verläuft meist unkompliziert und das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand.
Mehr zu unseren Verfahren finden Sie hier:
Häufige Fragen zu Implantaten ohne Knochenaufbau
Kann ich als Diabetiker ein Implantat ohne Knochenaufbau bekommen?
Ja, wenn Ihr Blutzucker gut eingestellt ist. Diabetes erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen, aber mit der richtigen Vorbereitung (Blutzuckerkontrolle, eventuell Vitamin-D-Gabe) sind Implantate auch für Sie sicher möglich.
Kann ich Keramikimplantate immer ohne Knochenaufbau bekommen?
Keramikimplantate benötigen genauso viel Knochen wie Titanimplantate. Der Vorteil liegt in der Biokompatibilität, nicht in weniger Knochenaufbau. Ob es ohne geht, hängt von Ihrer individuellen Knochensituation ab.
Kann sich der Knochen um das Implantat zurückbilden?
Bei guter Mundhygiene und regelmäßiger Prophylaxe ist das sehr selten der Fall. Wichtig sind die mindestens halbjährlichen Prophylaxe- und Kontrolltermine: Wir erkennen Entzündungen (Periimplantitis) oder andere Probleme frühzeitig und können gegensteuern. Hierbei helfen regelmäßige professionelle Implantatreinigungen oder regenerative Therapien.
Ihr Weg zu festen Zähnen beginnt hier
Ein Implantat ohne Knochenaufbau ist oft möglich, aber nicht immer die beste Lösung. Entscheidend ist eine ehrliche, ganzheitliche Beratung, die Ihre individuelle Situation berücksichtigt. Die Sofortimplantation kann eine optimale Lösung darstellen, wenn Zähne erst noch zu entfernen sind.
In unserer Praxis in Beeskow nehmen wir uns Zeit für Sie: Wir analysieren Ihre Knochenstruktur, prüfen Ihre Gesundheit und finden gemeinsam den sichersten und schonendsten Weg zu festen und gesunden Zähnen.
Möchten Sie wissen, ob ein Implantat ohne Knochenaufbau für Sie infrage kommt? Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine unverbindliche Beratung:
Jederzeit für Sie erreichbar! Was können wir für Sie tun?
Die umfassende und individuelle Betreuung unserer Patienten ist unser höchstes Ziel – gute Erreichbarkeit auf allen Wegen ein wichtiger Bestandteil. Deshalb möchten wir Ihnen auch außerhalb telefonischer und persönlicher Sprechzeiten zur Verfügung stehen.